«Läbigi Stadt» präsentiert „Vision 2035 – Stadt der kurzen Wege“

Mehr Lebensqualität dank aufgewerteten Quartierplätzen: Wie dies aussehen kann, zeigt «Läbigi Stadt» in der „Vision 2035“. Zudem regt der Verein neue Möglichkeiten an, die Stadt für und mit Menschen zu planen: temporäre Begegnungszonen in der Nacht/an Wochenenden, neue Fussgängerzonen oder ein neues MIV-Reduktionsziel.

Punkto Lebensqualität steht Bern gut da. Die Hauptstadt kann aber mehr, ist «Läbigi Stadt» überzeugt. Darum schenkt der Verein sich und Bern nach über 20 Jahren Lobbying für Piazzas, Roadpricing oder autoarmes Wohnen eine „Vision 2035 – Stadt der kurzen Wege.“

«Läbigi Stadt»-Präsidentin Nadine Masshardts Fazit: „Noch mehr Lebensqualität erreichen wir, indem wir den öffentlichen Raum vielfältig nutzen und ihn auch der Bevölkerung sowie dem Kleingewerbe zur Verfügung stellen.“ Erste Visualisierungen des Grafikateliers Müller Lütolf zeigen denn auch beispielhaft das Aufwertungspotenzial des Helvetiaplatzes, des Mühlenplatzes, des Stauffacherplatzes, der Schützenmatte und der Herzogstrasse. „Denn der Platz existiert bekanntlich nur einmal und ist zu wertvoll um einzig als Parkplatz oder Teerwüste zu dienen“, so Masshardt.

Anliegen und Vorschläge der „Vision 2035“ sind: Umsetzung der Piazza-Motion mit Helvetiaplatz / Mühlenplatz / Stauffacherplatz und aktuell „Dr nöi Breitsch“ als Begegnungsorte; neue Begegnungszonen in der Nacht/an Wochenenden sowie Fussgängerzonen in der mittleren Mittelstrasse / Lorrainestrasse; autofreie Innenstadt für mehr Lebensqualität, (Gast-) Gewerbe, Tourismus und Kultur; Stärkung des Fuss- und Veloverkehrs sowie autoarmes Wohnen; aktives Mobilitätsmanagement in Betrieben sowie ein messbares Ziel zur MIV-Reduktion.

An der heutigen „Vision 2035“-Medienkonferenz blickte Vorstandsmitglied Stefan Müller auch zurück. „In nationalen und internationalen Rankings wird Bern eine extrem hohe Lebensqualität bestätigt.“ Dabei gehe leicht vergessen, dass „einer der Hintergründe für diese Entwicklung die Neuausrichtung der Verkehrspolitik unter RGM ist, und an dieser hat «Läbigi Stadt» ihren Anteil.“

Abschliessend hielt Vorstandsmitglied Regula Tschanz fest: „«Läbigi Stadt» hat wie kein anderer Verein immer versucht, unkonventionelle und freche Aktionen mit zielgerichteter politischer Arbeit zu kombinieren.“ Die Anliegen der „Vision 2035“ werden darum nun von «Läbigi Stadt»-VertreterInnen in verschiedenen städtischen Gremien eingebracht. Zudem werden die im Vorstand engagierten Stadtratsmitglieder – Regula Tschanz (GB), Marieke Kruit (SP) sowie ab heute Abend Michael Steiner (GFL) – Vorstösse zu entsprechenden Themen einreichen.

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Ambitioniertes Reduktionsziel für den motorisierten Individualverkehr

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Weitere Reduktion des motorisierten Individualverkehrs gefordert